Trüffelsuche

Als durchwegs sparsamer Mensch habe ich unter normalen Umständen keinen großen Hang zu Luxus. Designermode, schnelle Autos, Bling Bling – überhaupt nicht mein Ding. Als Luxus habe ich im Lauf der Jahre aber die kleinen Freuden zu schätzen gelernt. Eine gute Flasche Wein ohne besonderen Anlass aufmachen, ein Frühstück im Bett unter der Woche.

Ganz weit oben auf meiner Luxus-Liste im Moment: Zeit. Neben Gesundheit vielleicht das kostbarste Gut. Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang im Wald an einem freien Wochenende, Zeit zum Kopf auslüften und durchatmen.

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Wenn ich mir selbst wirklich eine Freude machen will, lande ich aber immer wieder bei gutem Essen. Hier ist für mich wirklich gute Qualität Luxus – und absolute Frische. Feine Gewürze, die es nicht überall zu haben gibt, spezielle Obst- und Gemüsesorten, die nur in bestimmten Regionen wachsen. Wenn ich Zeit habe, begebe ich mich gern auf Schatzsuche. Weil man guten Geschmack zum Glück doch kaufen kann.

Dann muss man nur noch die Zeit finden, die guten Sachen auch in Ruhe zu genießen. Das kleine Säckchen riesiger Haselnüsse aus dem Piemont, ein Mitbringsel aus dem letzten Italienurlaub, hat viel zu lange darauf gewartet, geöffnet zu werden. Gut, dass gerade Trüffelzeit ist. Eine kleine weiße Trüffel kostet schließlich auch nicht mehr als ein Pulli von einer großen Modekette. Zusammen haben die beiden Zutaten einen gewöhnlichen Risotto in etwas Besonderes verwandelt. Dekadent? Nein. Luxus? Ja. Aber: In Zeiten mit derart niedrigen Zinsen – wie kann man sein Geld denn besser anlegen als in ein bisschen Hüftgold?

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ZUTATEN:
(für zwei Portionen)

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 250 g Risottoreis (Carnaroli)
  • 100 ml Weißwein
  • 0,75 l Gemüsefond
  • 10 g kalte Butter
  • 2 EL Parmesan, gerieben
  • 1 kleine weiße Trüffel (alternativ Sommertrüffel oder zur Not ein paar Tropfen hochwertiges Trüffelöl)
  • 100 g vorgegarte Bio-Maroni
  • 2 -3 Haselnüsse, geröstet ohne Schale

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ZUBEREITUNG:

Olivenöl erhitzen und die fein gehackte Zwiebel darin glasig anbraten ohne Farbe nehmen zu lassen. Den Reis hinzufügen und für rund zwei Minuten mitbraten, dann mit Weißwein ablöschen. Die heiße Gemüsebrühe angießen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Ab und zu durchrühren. Wenn der Reis fast gar ist (al dente), die grob gahackten Maroni untermischen. Butter und Parmesan dazu geben und gut durchmischen. Kurz rasten lassen und dann mit den gehackten Haselnüssen bestreuen und servieren. Trüffel erst unmittelbar vor dem Verzehr über den Risotto hobeln.

10 Kommentare Gib deinen ab

  1. lieberlecker sagt:

    Solchen Luxus lasse ich mir gerne gefallen :-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy
    PS. Aber wieso hast Du diesses wunderbare Tellerchen nicht bei meinem Haselnuss Event mitmachen lassen?

    1. Claudia sagt:

      danke! äh, haselnuss-event? wo kann ich mich anmelden? :)

      1. Claudia sagt:

        ah, na dann weiß ich warum: hab den beitrag erst heute fertig geschrieben und gepostet, bad timing :)

  2. Küchenfee sagt:

    haselnuss und trüffel – gleich zwei meiner absoluten lieblingslebensmittel! da hast du meinen geschmack aber voll auf den punkt getroffen! :)

    1. Claudia sagt:

      freut mich! ist aber auch eine richtig gute kombi :)

  3. Julia sagt:

    Wie schön du das geschrieben hast, in Hüftgold sollte man auf jeden Fall investieren <3

    1. Claudia sagt:

      beste investition ever :)

  4. Corinna sagt:

    Mir gefällt Deine Einstellung zum Geld! :) … ich denke, so viel Hüftgold hast Du gar nicht bekommen, aber dafür einen unglaublichen Gaumenkitzel.

    1. Claudia sagt:

      kommt ganz darauf an, wie viel man davon isst. also zwei portionen schaff ich schon :D

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