Verbotene Früchte: Bratapfel Granola

Der Apfelbaum hat in der Menschheitsgeschichte seinen festen Platz als Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Dass der unschuldige Apfel zu seinem Ruf als verbotene Paradiesfrucht gekommen ist, geht vermutlich auf die lateinische Doppelbedeutung des Wortes malum zurück, das sowohl als Apfel als auch das Böse übersetzt werden kann. Ich habe mich in den vergangenen Monaten auch oft gefühlt, als hätte ich von der Frucht der Sünde genascht und wäre aus dem Paradies vertrieben worden – wenn auch nicht in einem religösen Kontext.

Apfelbaum | lacapocuoca.atapfelbaum_5

Nach einem fiebrigen Infekt und dem üblichen Dauerstress im Berufsleben, hat mir meine Verdauung ohne Vorwarnung die Freundschaft gekündigt und beschlossen, von nun an die beleidigte Leberwurst zu spielen. Ärztliche Untersuchungen blieben weitgehend ergebnislos und so wurde mir geraten, was pauschal vermutlich allen geraten wird, deren Immunsystem nicht mehr ganz rund läuft: Schluss mit Milchprodukten, glutenhaltigem Getreide und rohem Obst. Zucker ist sowieso best of Böse und Hülsenfrüchte und Kohlgemüse haben sich eigentlich auch von selbst disqualifiziert. Zitrusfrüchte und Nachtschattengewächse eher auch meiden. Also ciao ciao spaghetti al pomodoro, gelato und eigentlich alles, was sonst so zu meinem täglichen Brot gehört. Wir sehen uns bald wieder – hoffentlich, vielleicht.

Rote Äpfel | lacapocuoca.at

Kurz habe ich mit dem Gedanken gespielt, auf Health-Food-Bloggerin umzusteigen und die Welt an meinen Quinoa Bowls, darmfreundlichen Präbiotika-Smoothies und Fake-Pizzas auf Karfiolbasis teilhaben zu lassen. Aber das ist einfach nicht meine Welt. Also bin ich den anderen Weg gegangen, habe die vergangenen Monate einen Gang zurückgeschaltet, langsam und mit Bedacht gegessen und meiner Gesundheit den Vortritt gegeben. Meine Verdauung ist mit der Zeit zum Glück wieder etwas toleranter geworden, was nicht heißt, dass ein gesundes, sicherheitshalber meist glutenfreies Frühstück nicht nach wie vor zu meiner morgendlichen Routine gehört. Zumindest an den meisten Tagen. Denn eine Erkenntnis hat mir mein Ausflug in die Welt der Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf jeden Fall gebracht: Gut und Böse gibt es beim Essen nicht. Und Reisnudeln haben durchaus auch ihren Reiz.

Bratapfel Granola | lacapocuoca.at


ZUTATEN:

  • 500 g kernige Haferflocken
  • 100 g zarte Haferflocken
  • 100 g Hafermark oder Haferkleie
  • 100 g Mandeln, grob gehackt
  • 100 g getrocknete Apfelchips
  • 100 g Rosinen (ersatzweise Cranberrys)
  • 150 g Apfelmus
  • 75 g Olivenöl (eher mild als fruchtig)
  • 75 g Reissirup (ersatzweise Honig)
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1 Prise Salz

ZUBEREITUNG:

Backofen auf 140 °C (Umluft) vorheizen. Backblech mit Backpapier belegen.
Haferflocken, Hafermark, Mandeln, Rosinen, Zimt und Salz in einer großen Schüssel gut vermengen. Apfelmus dazugeben und nochmals vermischen.

Olivenöl und Reissirup dazu geben. Mit den Händen gründlich vermengen, damit alles mit dem Öl in Berührung kommt.

Mischung auf das Backblech geben,  verteilen und das Blech in die untere Hälfte des Ofens schieben. Etwa 15 Min. backen bis alles leicht knusprig wird.

Blech aus dem Ofen nehmen und das Granola erneut komplett durchrühren. Zurück in den Ofen schieben und weitere 15 Min. backen bis alles goldbraun ist.

Backblech aus dem Ofen nehmen und Granola vollständig auskühlen lassen. Trocken lagern und möglichst innerhalb von 2 Wochen verbrauchen.

Verfasst von

...auf der Suche nach la dolce vita

7 Kommentare zu „Verbotene Früchte: Bratapfel Granola

  1. mein magen spinnt auch immer wieder mal, ich hab mich daran gewöhnt. und kartoffeln ohne nix ess ich mittlerweile richtig gerne! ;) schöne bilder, as always!

    1. ich kann den namen leider nicht editieren, lasse deinen kommentar daher einfach unveröffentlicht :) zu deiner frage: ich mag den geschmack, aber du kannst das olivenöl natürlich durch ein geschmacksneutraleres pflanzenöl ersetzen…

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