Paradiesisch: Gefüllte Pomodori

Für Vertreter der Familie Nachtschattengewächse sind Tomaten eigentlich ziemlich sonne- und wärmeliebende Pflänzchen. Und nicht ganz unkaprizöse obendrein, wie ich aus Erfahrung weiß. Wer sie selbst im Garten oder auf der Terasse züchtet, wählt den Standort daher besser mit Bedacht. Im Idealfall reifen dann bis in den Herbst hinein wunderbar aromatische Tomaten aus eigenem Anbau heran. Winzig kleine, beinahe schon grotesk große, schwärzlich glänzende, grün gestreifte – das Angebot ist wirklich wunderbar vielfältig. Manche Sorten eignen sich perfekt für Salate, andere lassen sich gut zu Sugo einkochen – wenn sie nicht davor schon kleinen Kinderhänden zum Opfer fallen.

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Spätestens seit einer sensorischen Verkostung optisch eher unscheinbarer Sortenraritäten vor ein paar Jahren weiß ich: Der meiste Geschmack findet sich im glibbrigen Herzen der Tomate. Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, als meine Kollegin Lisa Vockenhuber vor kurzem auf ihrem wunderbaren Blog finespitz erklärt hat, warum man die Kerne von Tomaten auf keinen Fall entsorgen sollte. Also zumindest dann nicht, wenn es um den Geschmack geht. Und um den geht es mir eigentlich immer. Die Textur ist natürlich ein bisschen Geschmackssache. Im Salat stören mich Kerne persönlich überhaupt nicht, mein Sugo mag ich gerne Flotte-Lotte-homogen. Beim Füllen von Tomaten müssen die Kerne aber definitiv vorher raus, dürfen dann aber wieder rein.

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Pomodori ripieni sind ein klassisches Gericht der römischen Küche. Große Fleischtomaten, gefüllt mit Reis und Kräutern, meist auf einem Bett Kartoffeln im Ofen geschmort. Simpel, aromatisch und ganz und gar unprätentiös. Ein Essen von der Sorte, die man im Sommer gerne macht und dann lauwarm im Freien genießt.


ZUTATEN:

  • 6 große runde Tomaten
  • 250 g Risotto-Reis (Arborio oder Carnaroli)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 Zweige Minze
  • Ein paar Blättchen Basilikum
  • Olivenöl
  • 300 g Kartoffeln
  • Salz und Pfeffer

ZUBEREITUNG:

Die Tomaten waschen und abtocknen. Das obere Ende mit einem scharfen Messer abschneiden, es dient später als Deckel. Mit einem kleinen Löffel den Inhalt (Kerne und Fruchtfleisch) herauslösen und in eine Schüssel geben. Aufpassen, dass die äußere Hülle dabei nicht verletzt wird. Die Tomaten mit der Schnittfläche nach unten abtropfen lassen.

Das Fruchtfleisch mit einem elektrischen Multihacker zerkleinern.

Knoblauch, Minze, Basilikum und Petersilie fein hacken und zu den zerkleinerten Tomaten geben. Den (rohen!) Reis untermengen und mit Olivenöl, Salz und Pfeffer würzen. Rund eine Stunde ziehen lassen.

Die Kartoffel schälen und in Spalten schneiden.

Die Tomaten mit dem Reis füllen und die Deckel darauf setzen.

In einer Auflaufform auf die gesalzenen und mit etwas Olivenöl vermengten Kartoffeln setzen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad rund 50 Minuten garen.

Die gefüllten Tomaten schmecken am besten lauwarm.

Verfasst von

...auf der Suche nach la dolce vita

6 Kommentare zu „Paradiesisch: Gefüllte Pomodori

  1. wunderbares rezept! die tomaten auf unserer terasse sind zwar definitiv zu klein dafür, aber am markt finde ich sicher passende :)

  2. nachdem ich mich in den letzen wochen ein bisschen an gefüllten paprika satt gegessen habe, werd ich wohl mal demnächst gefüllte paradeiser probieren! :) schaut jedenfalls sehr gut aus…

  3. Das sind bestimmt kleine Aromabomben, so sehen sie zumindest aus. Herrlich! Besonders gut gefällt uns auch die Kombination mit Reis und Kartoffeln. Das werden wir auf jeden Fall noch ausprobieren bevor die Saison zu Ende ist.
    Liebe Grüße aus Ye Olde Kitchen
    Eva und Philipp

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