Carpa in porchetta

Um den Weihnachtskarpfen rankt sich so manche alte Legende. Eine Schuppe im Geldbörsel zu behalten, soll Glück und Wohlstand für das kommende Jahr sichern. Im Auge des Fisches, so heißt es, befindet sich außerdem ein mondförmiger Stein. Wer ihn zu Weihnachten findet, dem soll Fortuna ebenfalls gewogen sein.

Nun bin ich kein besonders abergläubischer Mensch, aber nach einem Jahr wie 2016 kann ein bisschen Glück wirklich nicht schaden. Nur auf den Karpfen will ich mich diesbezüglich aber nicht verlassen. Lieber auf Nummer sicher gehen und ein Glücksschwein mit an den Tisch bitten. Mit ein bisschen Speck umwickelt zu werden, tut Fisch geschmacklich schließlich durchaus gut. Wobei der Vergleich mit einem Schwein, den sich der Karpfen auch heute noch oft gefallen lassen muss, natürlich längst hinkt. Der Fisch ist auch geschmacklich viel besser als sein Ruf – keine Spur von modrig, schlammig oder übermäßig fett. Es gibt ihn mittlerweile in ausgezeichneter Qualität – sogar bio- und demeter-zertifiziert. Für mich nicht nur zu Weihnachten eine mehr als willkommene Option aus heimischen Gewässern.

Karpfen

Das Rezept für carpa in porchetta stammt aus der Gegend rund um den Lago Trasimeno nordwestlich von Perugia. Dabei wird ein Karpfen im Ganzen gewürzt wie der namensgebende Schweinerollbraten und mit ungeräuchertem Speck umwickelt. Für eine etwas festlichere und elegantere Variante habe ich mich hier aber für Filets entschieden.


ZUTATEN:
(für 4 Portionen)

  • 2 größeres Karpfenfilet
  • 100 g Pancetta (oder möglichst mild geräucherter Speck in feinen Scheiben)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleiner Rosmarinzweig
  • 1/2 TL Fenchelsamen (Teebeutel)
  • 1 Bio-Zitrone, davon 1/2 TL  Schalenabrieb
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Blockhütte | lacapocuoca.at

ZUBEREITUNG:

Den Rosmarin und die Knoblauchzehe fein hacken und zusammen mit den Fenchelsamen, dem Zitronenabrieb, etwas gemahlenem Pfeffer und Olivenöl zu einer dickflüssigen Paste verrühren. Das Karpfenfilet trocken tupfen und mit der Gewürzmischung einreiben. Der Breite nach in etwa fünf cm dicke Scheiben schneiden und fest mit Speck umwickeln. In einer beschichteten Pfanne zuerst auf der Hautseite scharf anbraten und dann auf der anderen Seite bei mittlerer Hitze fertig garen. Dazu passen Rosmarinkartoffel.

8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Karpfen gehörte zu unserer Jahreswechseltradition. Es gab ihn traditionell an Silvester und eine der „Geldschuppen“ bekam jedes Familienmitglied ins Portemonnaie. Zubereitet wurde der Karpfen blau, also gekocht. Die gebratene Variante klingt wirklich köstlich. Vielen Dank für dieses schöne Rezept und Dir von Herzen schöne Festtage!

    1. Claudia sagt:

      vielen dank! bei uns gab es nie karpfen, dafür liebe ich ihn jetzt heiß, in allen varianten. dir auch frohe weihnachten und alles gute fürs neue jahr!

  2. lieberlecker sagt:

    Verdammt (entschuldigung), sind das schöne Bilder! Und mit diesem Rezept bekomme ich grad Lust auf Karpfen :-)
    Liebe Grüsse und beste Festtagswünsche aus Zürich,
    Andy

    1. Claudia sagt:

      danke andy! buon natale aus wien nach zurigo :)

  3. Küchenfee sagt:

    tolles rezept, danke! bei uns gibt es karpfen zu weihnachten immer gebacken. und fischbeuschelsuppe liebe ich auch <3 frohes fest! fee

    1. Claudia sagt:

      fischbeuschelsuppe! to do für 2017! :) lg & buone feste! claudia

  4. tina m sagt:

    ich mag karpfen leider überhaupt nicht, wohl so eine art kindheitstrauma :) aber wir könnten ja irgendetwas anderes mit speck umwickeln, da bin ich immer dabei.. lg, tina

    1. Claudia sagt:

      klar, jede/r wie er/sie mag! :) frohes fest!

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