Tagliatelle in black

Chi cerca trova – Wer suchet, der findet. Ich finde, der blöde Spruch muss dringend erweitert werden. Um das kleine Wörtchen irgendwann. Tatsächlich verhält es sich nämlich so: Je mehr man nach etwas Ausschau hält, desto unwahrscheinlicher ist es, das Gesuchte auch zu finden. Erst wenn man längst nicht mehr daran denkt, materialisiert es sich quasi aus dem Nichts. Mir ist es eben erst wieder so ergangen – mit Tintenfischtinte. Nero di Seppia |lacapocuoca.atVor längerer Zeit drängte es mich einmal, schwarze Pasta für ein Mottodinner zu machen – doch all meine Versuche, an das Färbemittel heranzukommen, blieben vergebens. Und dann, vor wenigen Tagen, fiel mir ein Päckchen ganz zufällig in die Hände. Lag einfach im Kühlregal, als würde es schon immer auf mich warten. Was zuhause dann schnell klar wurde: Wer mit Sepiatinte hantiert, sollte besser keine Angst davor haben, sich die Hände schmutzig zu machen. Das Zeug ist wirklich schwarz – pechschwarz. Und sieht auf den ersten Blick auch nicht unbedingt genießbar aus. Nach kurzem Zögern, einem Geruchstest und dem ersten vorsichtigen Probieren dann die Erleichterung: Geschmacklich bringt die Sepiatinte, zumindest in konservierter Form, nicht viel Eigenheit mit. Sie schmeckt in erster Linie salzig und nur ein bisschen nach Meer. Schon klar: Schwarze Teigwaren sind natürlich in erster Linie Spielerei fürs Auge. Trotzdem bietet sich ein Sugo mit Meeresfrüchten dazu natürlich an. Und gebratene Garnelen bilden einen besonders schönen Farbkontrast. Muscheln sicher auch. Oder Tintenfischringe. Keine Frage, ich werde in Zukunft wohl noch öfter mit Sepiatinte in der Küche spielen – ich weiß ja jetzt, wo ich sie finde.

Tagliatelle nere | lacapocuoca.at


Zutaten: Für den Pastateig: (nach lamiacucina)

  • 200 g glattes Mehl (D: Type 405)
  • 1 Ei (62 g)
  • 3 Eigelb (70 g)
  • 5 g Sepiatinte
  • 1 EL. Olivenöl
  • 1 TL. Salz

Für den Sugo:

  • Olivenöl
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1/16 l trockener Weißwein
  • Eine Handvoll Datterini Tomaten
  • 10 Garnelen
  • 4 Black Tiger Prawns (optional)
  • Einige Blätter Basilikum


Zubereitung:

Das Mehl auf eine Arbeitsplatte geben, eine Mulde formen und die Eier, die Sepiatinte, etwas Salz und das Olivenöl dazugeben. Die Zutaten grob mischen und nach und nach zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Sollte der Teig zu trocken sein, noch etwas Wasser hinzufügen. Ist er zu klebrig, etwas Mehl dazugeben. Der Teig sollte rund 20 Minuten geknetet werden – am besten per Hand auf Holz. Dann eine Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und den Teig eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen. In einer Nudelmaschine den Teig solange durchwalzen, bis die gewünschte Teigstärke erreicht ist. Vor dem Schneiden die Platten etwa auf rund 20 cm kürzen. Die fertigen Nudeln können in einem Sieb oder in bemehlten Tüchern aufbewahrt werden. Für das Sugo die Garnelen waschen und trockentupfen. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, Knoblauchzehe hinzufügen und die Garnelen einlegen. Kurz von allen Seiten anbraten, dann den Weißwein zugießen, verdampfen lassen und die entkernten und geviertelten Tomaten dazugeben. Einige Minuten leicht köcheln lassen, bis die Tomaten weich und die Garnelen gar sind. Basilikumblätter mit den Fingern grob zerkleinern und dazugeben. Die frische Pasta sollte nur kurz kochen, sonst wird sie zu weich und verliert ihren Biss. Pasta in kochendes, gesalzenes Wasser, Hitze reduzieren und Nudeln ein bis zwei Minuten in sprudelndem Wasser gar ziehen lassen. Pasta mit den Garnelen vermengen und heiß servieren. Eventuell mit seperat gebratenen Prawns garnieren.

Verfasst von

...auf der Suche nach la dolce vita

6 Kommentare zu „Tagliatelle in black

  1. ich LIEBE meeresfrüchte in jeder form! pastamaschine habe ich leider keine, aber schwarze pasta gibt es sicher auch zu kaufen :-)
    lg, sabs

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