Löwenzahnsalat für die Leber

Neben Jahreshoroskopen zählen Psychotests momentan zu meiner absoluten Lieblingslektüre. „Was Ihre Weihnachtsfrisur tatsächlich über Sie verrät“, stand neulich in einem Gratisblatt zu lesen. Frauen, die am Heiligen Abend gerne Zöpfe tragen, haben demnach immer alles unter Kontrolle. Löwenzahnsalat | lacapocuoca.atDumm nur, dass meine Weihnachtsfigur etwas ganz anderes über mich aussagt – nämlich das genaue Gegenteil. Ich bin undiszipliniert und habe mir heuer eindeutig zu viele Kekse und Punsch gegönnt. Nach einer Schlemmerreise ins winterliche Salzburg konnte ich es nicht länger verleugnen: Meine Lieblingsjeans saßen reichlich knapp. Auf der Zugfahrt retour nach Wien musste der oberste Knopf offen bleiben, sonst wäre der zweistündige Trip die reinste Tortur geworden. Es war höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen. Also nicht sofort im Zug, ich hatte ja Mozartkugeln als Reiseproviant eingepackt, aber so ganz generell. Bis zu Weihnachten wollte ich wieder mühelos in meine Hose passen und auch meiner Leber eine kleine Auszeit von Fett und Alkohol geben. Ich war fest entschlossen: Weg mit den süßen Sachen und her mit knackigem Salat. Am Markt gab es zum Glück herrlich frischen Löwenzahn – mit seinen Bitterstoffen perfekt für eine kleine Entschlackungskur. Leicht blanchiert, dazu ein paar Kirchererbsen, Oliven und Tomaten, mariniert mit Orangensaft, Kräutern und Knoblauch – eine feine Sache. Vanillekipferl? Vielleicht wieder nächstes Jahr…


Zutaten:

  • 200 g Löwenzahn
  • 70 g getrocknete Kichererbsen
  • 5 – 6 Cocktailtomaten
  • 2 – 3 EL schwarze Oliven, entkernt
  • Eine halbe Bio-Orange
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung:

Die Kicherebsen über Nacht in Wasser einweichen. Das Wasser abgießen und die Hülsenfrüchte in frischem Wasser ohne Zugabe von Salz rund eine Stunde weichkochen. Auskühlen lassen. Den Löwenzahn waschen, in breite Stücke schneiden und 4-5 Minuten Minuten in etwas Salzwasser bissfest garen. Die Tomaten waschen, vierteln und von den Kernen befreien. Die Petersilie und den Knoblauch fein hacken. Die Orange waschen, abtrocknen, die Schale fein abreiben (etwa ein TL Schale wird benötigt) und den Saft auspressen.  Die Oliven in Ringe schneiden. Alles in einer Schüssel vermengen, mit Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken.

Verfasst von

...auf der Suche nach la dolce vita

2 Kommentare zu „Löwenzahnsalat für die Leber

  1. Ja, der Winterluxusspeck! Du also auch! Ich habe mich heute schon mehrmals dabei ertappt, dass ich mir ausgemalt habe, was ich alles nach den Feiertagen esse, Frischkost, Obst … dein schöner Salat ist da sicher auch eine Option!
    Noch einmal in die Vollen und dann entschlacken ..
    Schöne Tage wünsche ich dir
    Cheriechen

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